Kellerkinder fürchten die Albstädterinnen
3. Liga der Frauen: TV Grenzach unter Druck
Im Abstiegskampf der 3.Liga haben Albstadts Damen selbst wohl nichts mehr zu melden. Allerdings könnte die HSG das Zünglein an der Waage spielen. Morgen geht’s zum ebenfalls bedrohten TV Grenzach.
Albstadt. „Wir schauen nur auf uns und werden versuchen unser Spiel zu spielen“, erklärt Albstadts Trainerin Zeljka Rajak vor dem Gastspiel in Grenzach. „Wir wollen uns wieder steigern und das Spiel gewinnen. Was das im Abstiegskampf bedeutet, interessiert uns nicht.“ Die Truppe um die zum Saisonende scheidende Rajak interessiert es vielleicht nicht, was ein Coup der Schwarz-Roten für das untere Tabellendrittel bedeuten würde. Die Konkurrenz interessiert sich dagegen sehr wohl dafür. Grenzach hält sich als Viertletzter nämlich aktuell auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, das Eis ist für den TVG allerdings merklich dünn. Während die Albstädterinnen als Schlusslicht und mit sechs Punkten Rückstand zum rettenden Ufer befreit aufspielen können, steht Grenzach ordentlich unter Druck. Zuletzt kassierte das Team von Michael Matschenz zwei Pleiten in Folge.
Vor zwei Wochen unterlag Grenzach dem TV Möglingen mit 20:28 und hatte bereits nach der Anfangsphase nichts mehr zu melden. „Nach dem schnellen Rückstand haben wir nicht mehr zu unserem Spiel gefunden“, resümierte Coach Matschenz enttäuscht. Die Hauptursache für die Niederlage sah der Trainer damals in „einer fehlenden Führungsspielerin, die das Heft in kritischen Situationen in die Hand nimmt.“ Am vergangenen Wochenende fehlte dem TVG dann das berühmte Quäntchen Glück: Bei der SG Mainz-Bretzenheim verlor Grenzach mit 26:27 und hält damit nun vier Punkte Rückstand auf die zuvor ebenfalls akut gefährdeten Rheinländerinnen. Kurios: Trotz der Pleite gegen Bretzenheim verließ Grenzach aber die Abstiegszone. Die punktgleiche HSG Freiburg kam nämlich bei Spitzenreiter 1. FSV Mainz mit 23:38 unter die Räder und hat daher gegenüber Grenzach ein um neun Treffer schlechteres Torverhältnis. Der TVG hat zwar zwei Tore mehr kassiert, traf aber auch elf Mal mehr ins Schwarze. Für Grenzach hatte der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz allerdings einen ziemlich faden Beigeschmack. Denn die Rumänin Ana-Maria Stoica, die aufgrund einer Knieverletzung ohnehin angeschlagen in die Partie ging und nach 20 Minuten auf die Bank musste, verdrehte sich beim letzten Freiwurf noch einmal das Knie. „Sie wird sicher längere Zeit ausfallen“, ist sich Matschenz sicher. Das traf sein Team umso härter, als sich vor der Partie gegen Bretzenheim kurzfristig Paola Ekuba aus persönlichen Gründen und Torhüterin Aniko Szrnka, die mit Fieber im Bett lag, abgemeldet hatten.
Am Vergleich zwischen Grenzach und Freiburg ist abzulesen, wie eng es im Drittliga-Abstiegskampf zur Sache geht. Neben den beiden Teams kämpft auch der TSV Haunstetten mit ebenfalls zwölf Punkten um den Ligaverbleib. Nur zwei Zähler dahinter rangiert der TV Großbottwar. Da der Abstieg der Schwarz-Roten allerdings bereits sicher ist, können sie morgen Abend um 19.30 Uhr in der Grenzacher Zielmattenhalle völlig befreit aufspielen.SMI
Quelle: Zollernalb Kurier Eingestellt am Sat, 17. Mar 2012 von Benjamin Groetzner
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